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Mit'n bissken Zeit wird dat schon ... bestimmt ...

Nu bin ich also zurück in der Heimat. Da ich diesmal lange weg war, kam die Rückkehr einem Urschock gleich. Meine Fresse!!! Ich fühle mich, als ob ich von Baerl nach New York gezogen wäre. Und ich bin nicht wirklich der Großstadttyp. Soviel steht fest.

Alles ist so anders. Schilder weisen in die richtige Richtung, abends trifft man höchstens Besoffene und ein paar Autos, richtig dunkel ist es nie. Alles ist so berechenbar. Willst du zum Flughafen, fährst du entweder über die Landstraße oder die Autobahn, meistens gut ausgeleuchtet und gut beschildert. Wenn du nicht gerade eine Panne hast oder einen Unfall baust, wirst du ohne große Vorkommnisse dein Ziel erreichen und fertig. Ganz anders im Land der Verrückten. Dies ist nur ein Beispiel für Unterschiede, die grundsätzlicher nicht sein könnten.

Ich fahre also vom südwestlichen Zipfel Irlands nach Shannon, um den Mann abzuholen. Ein langer Weg, knapp 3 ½ Stunden. Das meiste davon in der Nacht (Abfahrt vier Uhr), gerne auf einsamen Serpentinen- oder Passstraßen. Da wäre eine schwarze Katze, die über die Straße läuft. Ein einsamer Fußball, der mir mitten in der Nacht am Arsch der Welt (in den Bergen) langsam entgegen rollt in vollkommener Dunkelheit und nur vom Scheinwerfer des Autos erleuchtet. Ich habe mir fast in die Hose gemacht! Kann sich irgendjemand vorstellen, wie gruselig meterhohe Fuchsiensträucher im Dunkeln aussehen können, die fast bis an das Auto reichen? Während man auf diesen Ball guckt? Kopfkino: Der Motor geht aus, völlige Stille und totale Finsternis, dann ein Geräusch … jemand tippt den Ball auf. Fuchsienblüten mutieren zu Fratzen und ich sage laut: „Stephen King am Arsch!“ Gas geben und schnell weg. Dann eine Schafmutter mit Kind, die die Straße eisern zu verteidigen sucht. Ohne Glück. Eine Kuh, die es viel spannender findet, quer über der Straße liegend zu kauen, als an der Seite und einer deutlichen Ansprache bedarf. Zwei poppende Katzen, die es gerne in der Öffentlichkeit tun. Schweinerei! 25 Millionen Fledermäuse bei Tagesanbruch, die mich fast zum Wahnsinn treiben. Hinterher lerne ich, dass es in den Bergen neuerdings ein Fledermaushaus gibt. Danke für die Info! Hinterher! Und mindestens drei Milliarden Karnickel. Zwischendurch ein junger Fuchs, der über die Straße schießt, es sich unterwegs anders überlegt und doch lieber wieder umkehrt. Vollbremsung. Ich passiere ein Schild, das auf einen Friedhof hinweist und lernte zu meinem Erstaunen, dass mittlerweile ein Hotel dort steht. Geruhsamen Schlaf wünsche ich. Da eine Straße gesperrt ist, folge ich den Anweisungen der Navischlampe (was ich sonst verweigere) und stehe auf einmal (ebenfalls bei tiefer Dunkelheit) vor einem Jesus, der gequält an einem riesigen Kreuz hängt. Aus dem Nichts und im Nichts, hell erleuchtet von den Autoscheinwerfern. Rechts und links schon erwähnte Fuchsienbüsche und mittendrin hängt leidend Jesus. Im Nieselregen. Junge, das reicht!. Da bekommt man doch einen Herzinfarkt! Der arme Kerl noch dazu!

Nee, hier ist das Leben wirklich anders. Aber ich werde mich wieder dran gewöhnen. Flughafen Düsseldorf … Kraftfahrstraße, A40 bis Kaiserwerth, A3 bis Ratingen, A44 bis Flughafen und Ende. Geht schließlich auch.

Tach auch …
6.8.08 20:12


Entlausungsstation 1

Heimtückisch, hinterhältig und fies: Die gemeine Laus.

Hat der Sohn mitgebracht aus Paddyland. Und geteilt. Mit mir. Doch das gemeine Vieh hat sich als harmlose, kleine Fliege getarnt. Von wegen Läuseoutfit und weiße Nissen. Am Arsch! Zitat vom sprachlosen Familiendoktor: "So ein komisches Ding habe ich noch nie gesehen. Muss aber eine Laus sein." Na super!

Es gibt aber durchaus Positives zu berichten. Der lebenden Laus haben wir keine Chance gelassen. Es wurden keine Gefangenen gemacht und ich kann stolz verkünden, dass dies der dritte Tag ohne Feindbewegung ist. Alles hin! Auch im Bezug auf die Brut kann ich signifikante Erfolge berichten. Erstickt im Killerschaum, herausgekämmt mit dem bösen Lausekamm, zerquetscht von entschlossenen Fingern und herausgezogen von langen Fingernägeln bleiben nur noch wenige von ihnen übrig. Von Leben kann da kaum mehr die Rede sein!

Ich werde mich an Board Faílte wenden und Einspruch einlegen. So geht das so mit dem freien Zuzug innerhalb der Eu auf gar keinen Fall. Wo kommen wir denn da hin?!

Ich bin sicher, dass es im europäischen Vertragswerk eine Bestimmung zur Größe, Farbe und Erscheinungsform der europäischen Laus gibt. Ganz bestimmt! Hinterlegt mit DNA oder DNS (was immer der Unterschied sein mag, keine Ahnung), eingeteilt nach bedenklichen und unbedenklichen Spezies und versehen mit Merkmalen, die eindeutig auf terroristische Lausespezies hinweisen, die sich nicht an die Bestimmungen halten und die europäische Klassifikation bewußt unterlaufen, um Unheil zu verbreiten. Sie benutzen menschliche Kinder als lebende Schutzschilde und tarnen sich als harmlose Fliegen. So gelangen sie in unser Land, von uns unbemerkt und holen dann, wenn wir es am wenigsten erwarten, zum brutalen Schlag aus. Wenn wir sie dann aus dem Verkehr ziehen, hinterlassen sie winzige, kaum wahrnehmbare schlafende Zellen, die zeitverzögert und in Wellen immer wieder zuschlagen, um uns zu zermürben und zur Aufgabe zu bewegen. Dabei zögern sie nicht, uns mit ihren Kindern zu überschwemmen, die soldatisch ihr feiges Werk tun.

Ein trauriges Kapitel europäischer Geschichte.

Doch bedenkt, ihr Pack ... We shall fight ... on the seas and oceans; we shall fight with growing confidence ... We shall never surrender ... .

Moment, war das nicht der mit dem Pisspot über den Rhein? Egal, Pisspot oder nicht. Passt. Und gewonnen hat er auch.

Tach auch ...
18.8.08 13:36


Hochqualifiziertes und engagiertes Fachpersonal

Guten Tag, ich bin die neue Klassenlehrerin Ihrer Kinder. Nein, die Fachlehrer habe ich nicht mitgebracht. Nein, eine Telefonliste der Lehrer habe ich nicht. Ich weiß ja nicht, ob sie möchten, dass ihre Telefonnummern weitergegeben werden. Nein, das habe ich nicht abgestimmt. Nein, aber ich habe an die Tafel meine Emailadresse geschrieben. Nein, ich gucke nicht jeden Tag rein. Ich habe ja auch Kinder. Nein, ich bin nicht da, wenn Sie morgens die Kinder bringen. Ich habe ja auch Kinder. Nein, ich bin nicht da, wenn Sie die Kinder abholen. Ich habe ja auch Kinder. Doch, Sie können mich schon erreichen. Sie wissen ja, wann ich unterrichte. Dann können Sie ja kommen. Ich bin immer ansprechbar. Nein, ich konnte Mathe nicht in den Arbeitsplan aufnehmen. Das unterrichte ich nicht. Nein, das war nicht möglich, weil ja dann die Mathekollegin schon am Freitag genau wissen müsste, wie sie die kommende Woche gestalten will. Außerdem müssten wir uns sehr oft abstimmen. Das geht nicht. Nein, ich weiß nicht, wie sich der Unterricht der anderen Kollegen geändert hat. Ich unterrichte ja andere Fächer. Bei sämtlichen Fragen müssen Sie sich bitte an die Fachlehrer wenden. Nein, ich kenne Ihre Kinder noch nicht und weiß daher nicht, wie ich Noten vergeben werde. Nein, es wird wohl keine Abschlussfahrt geben. Das ist mir nicht möglich. Ich habe ja auch Kinder. Nein, es gibt keine wöchtentliche Sprechstunde. Ich unterrichte hier nur 13 Stunden und habe selbst Kinder. Nein, ich habe nicht die Listen mit den AG's ausgeteilt. Da müssen Sie sich bitte selbst drum kümmern. Ebenso wie um die Schulmahlzeiten. Ich arbeite nicht im Ganztag, da ich selbst Kinder habe. Nein, die Materialliste haben die Kinder selbst abgeschrieben. Zwar erst nach fast zwei Wochen, aber das macht ja nichts. Nein, ich weiß nicht, wo die Materiallisten der anderen Lehrer sind. Da müssen Sie die Kollegen selbst fragen. Nein, ich habe nicht gesagt, welche Hefter wir brauchen. Das können Sie sich ja denken. Nein, nein, nein ...

Fick dich!

Tach auch ...
28.8.08 21:31





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