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Schonfrist im Forellenteich

Warum sollte ein Forellenteich, in den wöchentlich Fische eingesetzt werden, einer Schonfrist mit damit verbundenem Angelverbot unterliegen? Im Prinzip eine durchaus sinnvolle und berechtigte Frage.

Diese Frage stellt sich jedoch nicht überall. Es gibt Gegenden auf der Welt, in Europa selbst, in denen niemand diese Frage stellen wird. Wie auch, wo es doch so viel mehr, viel beeindruckendere Fragen gibt?

Warum baut man eine Balkontüre falsch herum ein, so dass das Ausrufezeichen, welches uns unter normalen Umständen davor warnt, durch die neu eingebaute Scheibe zu latschen, zu einem Hinweis auf eine fiktive Hotelinformation mutiert? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das in der Tür befindliche Schloss verkehrt herum funktioniert und man aufschließt, wenn man geht (wobei der Schließer erstaunlicherweise herausschnellt) und abschließt wenn man kommt.

Warum fährt auf der einzigen Hauptstraße weit und breit das Begleitfahrzeug mit den Warnleuchten vor dem Schwertransport mit Überbreite und macht dadurch die vor ihm befindlichen Fahrzeuge darauf aufmerksam, dass sich irgend wo in der Ferne, am buchstäblichen Arsch der Welt, ein alter LKW mit zu breit geratener Ladung durch die Natur schleppt?

Warum wird, seit man an EU-Recht gebunden ist, an jeder Straße ein Schild aufgestellt, das uns auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h hinweist, völlig unbeeindruckt von Straßenbeschaffenheit oder –verlauf? Würde man sich an diese Geschwindigkeit halten, wäre ein vorzeitiges Ende jedes irdischen Daseins zwangläufig. Ohne Ausnahme. Vielleicht, weil man ja theoretisch 100 km/h fahren könnte und es dem Individuum überlassen bleibt, sich und seine Fähigheiten auf der Skala einzuordnen und seine Grenzen auszutesten? Gibt es vielleicht gar keine anderen Schilder, weil Brüssel keine anderen geliefert hat? Mitnichten, da es an einigen ausgewählten Stellen jene Sonderzeichen gibt, die uns anweisen 50 oder 60 km/h nicht zu überschreiten. Stellen, die sich noch nicht einmal theoretisch von allen anderen Stellen des Straßenverlaufs unterscheiden? Handelt es sich bei diesen besonders markierten Stellen um jene magischen Orte, an denen unsere Wege die der Leprechauns kreuzen? Eher unwahrscheinlich, da wir uns in einem Land befinden, das für solche Anlässe eigene Schilder hat, wovon man sich in den Kerry Mountains selbst überzeugen kann.

Warum verliest man in den Hauptnachrichten am Abend, welche neuen Buslinien in der Hauptstadt aufgemacht haben und welche Strassen aufgrund einer großen Hochzeit gesperrt werden, irgendwo auf dieser Insel und verzichtet gleichzeitig darauf, die Ergebnisse der Tour de France bekannt zu geben? Weil man die Berichterstattung dazu auf einem anderen Sender verfolgen kann? Dem, auf dem nur gälisch gesprochen wird?

Wer sollte angesichts dieser Fragen über die staatlich verordnete Schonfrist in Forellenteichen auch nur nachdenken, auf dieser schönen Insel, die sich Irland nennt? Wer?

Tach auch …
14.7.07 02:33





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