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Schlafgestört

Was soll man machen, wenn man früh einschläft, um dann mitten in der Nacht hellwach in der Gegend rumzulungern? Genau. Die Golden Globe-Verleihung gucken, weil das ja bekanntlich sehr wichtig ist. Vielleicht auch einfach nur, weil die dämlichen nächtlichen Ratespiele und Sexwerbungen einen sonst in den Wahnsinn treiben und lesen nicht geht. Egal warum, auch ich möchte eine Dankesrede halten. Einmal. Und da die Wahrscheinlichkeit, dass man mich in meinem gehobenen Alter noch für Hollywood entdeckt eher gering ist, werde ich die Gunst der Stunde nutzen.

Ich danke Gott dafür, dass es mich gibt. Meinen Eltern dafür, dass sie mich so liebevoll und aufopfernd erzogen haben. Meinen Freunden dafür, dass sie immer an mich geglaubt haben. Meinem Mann für seine große Liebe und seine Riesengeduld. Meinen Produzenten und dem Studio dafür ... stopp, hab ich ja nicht. Sorry. Ich hoffe der Welt noch vieles geben zu können und möchte später mit Behinderten oder Kindern arbeiten. Moment mal ... da stimmt doch was nicht ... falsche Veranstaltung. Das ist nicht das Rose-of-Tralee-Festival, oder? Nein? Sorry. Ich danke dafür, dass ich so viele wundervolle Menschen treffen durfte, von denen ich noch so viel lernen kann. Ich bin dankbar für die Lektion, dass nicht das Ziel, sondern der Weg entscheidend ist.

Und ich danke der ausländischen Presse dafür, dass sie mir Comics wie "Asterix und Obelix" zugänglich gemacht hat, ohne die mein Leben bestimmt ganz anders verlaufen wäre. Wie hätte ich je die Bedeutung vom Nachmittagstee verstehen sollen, hätte es nicht "Asterix und Obelix bei den Briten" gegeben? Wie hätte ich je die fundamentale Bedeutung jener Aussage "Britanna insula est" erkennen sollen? Idefix, Majestätix, Lügnix, Gutemine und Miraculix haben ihr Übriges getan. Nie hätte ich mir merken können, was ein Barde ist, wäre da nicht Troubadix und auch die mystische Funktion einer Handsichel wäre mir wohl für alle Zeiten verborgen geblieben. Wer hätte je gewusst, wofür Hinkelsteine so alles gut sein können? Und dann ist da natürlich noch Cäsar, der römische Herrscher. Die Geschichts- und Lateinbücher berichten uns vom Feldherren mit seinen Schildkröten und anderen Kampfformationen in De Bello Gallico. Sie lehren uns die grammatikalisch falsche Übersetzung "Die Würfel sind gefallen" für das Original "alea iacta est". Sie erzählen von römischer Unterdrückung und Greueltaten. Niemand aber hat sich die Mühe gemacht, Cäsar als Mensch zu sehen. Mit seinen Ängsten, seinen Eitelkeiten und seiner Sehnsucht nach Geborgenheit. Eigentlich kein schlechter Kerl. Dafür gebühren René Goscinny und Albert Uderzo unser ewiger Dank. Und da es diese wundervollen, bunten und sprachlich hochwertigen Inspirationen in so ungefähr allen Sprachen gibt und da schon mein Sohn aufgrund der Filme ein Fan ist, werde ich ihm eine Ausgabe in Englisch an die Hand geben, wenn er soweit ist. Allen Eltern, deren Kinder Latein lernen müssen, sei gesagt: Gibt es auch in dieser Sprache. Merci, Monsieur Goscinny et Monsieur Uderzo.

Ich möchte nicht enden, ohne meinem Sohn meinen innigsten Dank auszusprechen. Ohne ihn wüsste ich nicht, wie wundervoll ein Kinderlachen sein kann und ohne ihn hätte ich heute noch Angst vor der Hölle. Diese Angst konnte er mir nehmen.

Ich wünsche noch einen wundervollen Abend und möchte Ihnen folgende Weisheit mit auf den Weg geben: Was rund ist, kann nicht eckig sein.

Danke, Merci, Grazie mille, Thank you ...
17.1.07 02:31


Weg damit!

Ich werde sie töten. Diesmal werde ich es tun. Jene behüteten Audifahrer, die sich, während sie so vor mir her fahren, jede Sekunde der Gefahr eines Meteroiteneinschlags bewusst sind und konstant nach Fluchtmöglichkeiten Ausschau halten, weshalb sie nicht schneller als Schritttempo fahren oder bei jedem sich bewegenden Blatt auf die Bremse springen müssen. Jene Muttis in großen Autos, die prima organisiert sind und deshalb morgens um viertel vor Acht Zeit haben. Soviel Zeit, dass sie den Rest der Welt an ihrer Gelassenheit teilhaben lassen wollen. Jene Muttis in kleinen Autos mit noch kleineren Kindern, die die Welt lieben und alle darin lebenden Wesen. Jene, die freundlich jeden durchwinken, weil sie die Vorfahrtsregel ein bisschen hart finden und verständnislos bis leicht geknickt in die Welt gucken, wenn sie dafür böse Blicke ernten. Jene Mercedes-Eltern, die direkt vor dem Schultor halten müssen, dabei drei enge Straßen blockieren, damit ihre Engelchen keinen Meter zuviel laufen müssen und der Welt durch ihren Gesichtsausdruck mitteilen müssen, dass es völlig in Ordnung ist, wenn das Fußvolk solange warten muss. Ich töten jene Bediensteten der Stadt, denen es völlig egal ist, dass es durch ihre Verkehrsführung unmöglich geworden ist, eine kleine Kreuzung mit Rechts-vor-Links-Regel auch nach minutenlangem Warten geradeaus zu überqueren, direkt vor einer Grundschule.

Und dann töte ich mich selbst, die dümmste aller Mütter, die ihren Sohn zur Schule fährt, dabei die Stadt durchquert, um festzustellen, dass sie den Tornister zuhause hat stehen lassen, das Kind absetzt und den ganzen Wahnsinn wiederholen muss.

Wenn ich mit dem Massaker fertig bin, werde ich mich hinsetzten und mir einen Kaffee trinken, tot oder lebendig.

Tach auch …
22.1.07 08:57


A good song for good ladies

Da wurde ich doch gestern Abend an Irland erinnert. Da es immer weniger Musiksender im Fernsehen gibt, kommt das gute, alte Radio bei mir wieder in Mode. Ich schalte mich so durch und bleibe beim Oldiesender von RTL hängen. Wegen Tammy. Und wegen der alten Zeiten. In denen habe ich oft genug irgendwo gesessen, manchmal leicht, manchmal mehr, oft auch massiv und manchmal auch gar nicht alkoholisiert und habe dieses Lied gebrüllt. Zusammen mit einigen irischen Kolleginnen. Genußvoll. Während bei uns kein Schwein dieses Lied oder Tammy kennt, ist es in Irland fast Kult. Vielleicht nicht ganz im Sinne der Sängerin, aber ein bißchen Schwund ist immer. Alles, was meinem Herrn Onkel einfiel, als er einmal neben uns saß, waren diese Worte: "Soviel Bösartigkeit an einem Fleck ist beängstigend."

In diesem Sinne folgt anbei der Text, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Ein Hoch auf Nashville und alle guten Frauen!

Stand by your man (Tammy Wynette)

Sometimes it's hard to be a woman
Giving all your love to just one man
You'll have bad times, he'll have good times
Doin' things that you don't understand

But if you love him, you'll forgive him
Even though he's hard to understand
And if you love him
oh be proud of him
'Cause after all he's just a man

Stand by your man
Give him two arms to cling to
And something warm to come to
When nights are cold and lonely
Stand by your man
And show the world you love him
Keep giving all the love you can
Stand by your man

Stand by your man
And show the world you love him
Keep giving all the love you can
Stand by your man


Tach auch ...
23.1.07 18:27





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