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Irische Verhältnisse ...

... und das bedeuted in diesem Fall nichts Gutes.

Innerhalb von ca. 14 Tagen lernte ich, dass der Cousin samt Familie und Tante nach Ungarn ziehen möchte. Da kann er strampeln wie er will, es geht nicht wirklich voran und von seiner Rente wird er genauso wenig leben können, wie wir alle.

Ich lerne, dass sehr enge Freunde von mir immer konkreter darüber nachdenken in die Schweiz gehen. Kontakte dahin gibt es schon. Ein Gedanke, der mich sehr traurig macht. Ich würde sie wirklich sehr vermissen und sähe mich mit einem riesigen Loch in meinem Leben konfrontiert.

Dann gibt es da noch jene Bekannten, die in zwei Monaten mit ihren Kindern nach Österreich gehen werden. Hier sind beide arbeitslos und krauchen mit Hartz IV durch die Gegend. Dort haben beide eine Anstellung samt Dienstwohnung.

Und jetzt musste ich gerade lernen, dass der beste Videoladen der Welt Ende diesen Monats schließen wird, weil der Besitzer samt Familie nach Irland gehen wird. Ein herber Schlag, wenn ich ihn (mit einer Irin verheiratet) auch sehr gut verstehen kann.

"Warum geht Ihr nicht?" Tja, warum nicht? Nach Irland? Der Mann fände ohne große Probleme Arbeit, ich wohl auch. Zusammen hätten wir deutlich mehr Geld zur Verfügung als jetzt. Das Kind wäre in diesem Schulsystem auch deutlich besser aufgehoben als hier. Keine Frage. "Denk darüber nach. Es ist auf jeden Fall besser als hier in Deutschland." Ja, das ist es wohl. Leider brauche ich nicht darüber nachzudenken. Ich kann nicht gehen und dafür gibt es gute Gründe. Wäre das nicht so, hätte ich schon längst darüber nachgedacht.

Ich kenne diese Situation aus Irland. Da war es lange Brauch, die Insel zu verlassen, wenn man alt genug war. Mutter Irland konnte ihre Kinder nicht ernähren. So einfach war das. Heute tut man dort alles, um seine Leute wieder zurück zu holen. Als Irin wäre ich mit der Situation vertraut. Es wäre normal für mich, meine Freunde und Familienangehörigen ziehen zu sehen. Ob das dann für mich einfacher wäre, weiß ich nicht. Aber, so wie es aussieht, werde ich ja mannigfaltig Gelegenheit haben, mich daran zu gewöhnen.

Übrigens hat jeder der genannten Menschen eine gute Ausbildung. Jeder hat einen Beruf gelernt und darin gearbeitet. Mindestens. Manche auch zwei. Keiner von diesen Menschen ist ungelernt oder faul oder nicht flexibel. Jeder hat Qualitäten und Qualifikationen anzubieten, die im Ausland mit Kusshand genommen werden. Und keiner hatte das in seiner Lebensplanung vorgesehen oder geht leichten Herzens.

Und soviel mal zu dem Scheiss, den ich mir von sogenannten Experten im Fernsehen anhören muss. Wie sagt der Vater, "Mach erst mal nen Ölwechsel-Fritz", immer so schön? Am Arsch der Hammer, hinten links.

Irische Verhältnisse gibt es nicht nur da und das ist traurig.

Tach auch ...
15.3.06 20:53


Die Sache mit den Linsen ...

Heute morgen, 10.00h. Der Tag der Wahrheit. Die Kontaktlinsen sind da und sollen irgendwie in die Augen verbracht werden. Soweit der Plan. Bis jetzt war ja alles einfach. Eines vorweg, die Dinger sind drin. Aber irgendwie ist die Welt schwammig, wenn sie sich direkt vor meinem Auge abspielt. Na ja, der Typ hat was gefaselt von „Eingewöhnungszeit“. Dann wird die Welt wieder klarer? So direkt vor meinem Auge? Und was heißt Eingewöhnungszeit? Schließlich habe ich die Dinger bald vier Stunden drin!

Der junge Mann nimmt mich also um 10.00h in Empfang. Ein Netter. Dann erzählt er mir was, zeigt mir seine Kontaktlinsen und geht es ans Werk. Linse 1 in das rechte Auge. Der junge Held ist hoffnungsschwanger, dass das alles ganz gut klappen wird und lässt sich auch von den ersten gescheiterten Versuchen nicht in seinem Elan bremsen. Es dauert eine ganze Zeit, bis er konstatieren muss, dass die Versuche, die Augenlieder geöffnet zu halten bei dem Vorgang mit großer Kraftanstrengung verbunden sind. Aber, so erzählt er mich, es gäbe da den Kunden, der die Linsen vom Optiker rausnehmen lasse, was auch sehr schwierig sei. Und da wären wir ja noch lange nicht. Also weiter fummeln und kämpfen. Nach ewigen Zeiten ist das Ding drin, das Auge rot und die Welt zweigeteilt schwammig. Linke Seite. Wer geglaubt hat, dass das nun einfacher gehe, wird spätestens an dieser Stelle eines Besseren belehrt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Versuch, die Linse einzusetzen ist mit dem drohenden Verlust der Fingerkuppe verbunden. So etwas nennt man wohl Reflex und zwar vom Allerfeinsten. Der junge Held steht am Rande der Verzweiflung und ruft die Chefin. Die blickt voller Verachtung auf den Saugonkel, Linse auf den Finger, Augen auf und … nichts. Das Auge spuckt das Ding wieder raus. „Mein Gott, welch eine Spannung auf dem Unterlied. Gibt’s doch gar nicht.“ Neuer Versuch, Linse rein und … mein Auge sagt: Friss es! Die Chefin giftet mein Auge an, mein Auge blickt höhnisch zurück und ich betone, dass ich nicht bereit bin, für das ungehörige Verhalten meines Auges die Verantwortung zu übernehmen, da sich das meiner Kontrolle entzöge. Nix da! Wie der junge Held wird auch die Chefin vom sportlichen Ehrgeiz gepackt. Sie allerdings ist eine Frau, die Chefin zumal und nimmt derartige Ausbrüche von Ablehnung persönlich. Entschlossen baut sie sich vor mir auf, wirft meinem Auge mit einem giftigen Blick den Handschuh vor die Füße und weiter geht’s. Sie lässt nicht locker, verrichtet mit grimmigem Blick ihr Werk, bis dieses, mein Auge sich einen Augenblick ablenken lässt und zack … drin. Da nickt sie zufrieden und verlässt mit den Worten „Na also!“ den Raum. Ich sehe mittlerweile aus wie ein Maulwurf beim Sonnenbad, aber was soll’s. Die Dinger sind drin. Mittlerweile ist es 10.25h. Nun eine halbe Stunde durch die Gegend joggen – ein schneller Kaffee mit meiner Freundin – und weiter geht’s im Plan.

10.50h, ich bin wieder im Laden. Augen kurz überprüft, geht ruckzuck und dann kommt die Sache mit „Wir holen die Linsen raus und setzen sie dann wieder ein.“ Sicher! Der junge Held zieht so eine Art beleuchtetes Tischchen raus, erklärt mir die Kontaktlinsenwelt, holt seine raus, fummelt sie wieder rein und bittet mich, vor diesem Tischchen Platz zu nehmen. Die ganze Packung Tissues hat er mir vorsorglich direkt daneben gestellt. Danke. Ich beuge mich über das Tischchen und breche die Aktion ab. Erstens sieht jeder in dieser Position Scheiße aus, zweitens könnte ich in meinen Falten surfen – wo kommt die denn jetzt schon wieder her? – und außerdem, wie scheiße unbequem ist das denn? „Junger Mann, in meinem Alter hat man diese Art von Lichtquellen nicht mehr und dafür gibt es gute Gründe. Ich erschrecke mich so vor meinem Anblick, dass ich mich nicht mehr auf den Schrecken des Kontaktlinsengefummels konzentrieren kann. Abgelehnt.“ Der arme Kerl ist völlig fertig und ich kann ein Grinsen nicht unterdrücken. Nein, versichere ich ihm, ich sei nicht total hysterisch. Diese Haltung ginge einfach nicht. Ich möchte es im Stehen machen und dabei in den Spiegel gucken. Also stehe ich auf und drehe mich in Richtung des Spiegels, der seitlich von mir an der Wand hängt. Ich höre noch ein „Vielleicht sollten Sie besser …“ und verstehe sofort, was er mir damit zu sagen versucht. Als ich in den Spiegel gucke, sehe ich noch gerade meinen Haaransatz. Auf Zehenspitzen. Macht nur so weiter!

Da nehme ich doch den großen Spiegel direkt vor mir. Und dann geht das Elend erst richtig los. Er redet und zeigt und fängt sich die eine oder andere Antwort ein. „Normalerweise sollte das so klappen.“ Ach ja? Normalerweise sollten Frauen auch mindestens 1,67 m groß sein. Und was sagt uns das jetzt? Die verdammte Linse geht nicht raus. Ich bekomme sie nicht zu fassen. Langsam werde ich stinksauer. Peinliche Jammervorstellung der alten Frau. Irgendwann klappt es rechts. Nur Gott weiß wie. Und die Zeit rennt. Ich muss den Sohn von der Schule abholen. Mit einer Linse wohl kaum! Jetzt die Lieblingsseite: links. Nichts geht. Und was sagt mein junger Held? „Sie haben wirklich lange Fingernägel. Mit kurzen ginge das wahrscheinlich etwas besser.“ Ich halte ihm seine Jugend zugute und erwidere nichts. Es klappt nicht!!! „Ich glaube wirklich, es ginge viel besser mit kürzeren Fingernägeln.“ Der Kopf schießt rum und mein scheeler, zweigeteilter, wütender Blick trifft ihn. „Meine Fingernägel. Capice? Und bevor ich die abschneide, können die Russen von mir aus ein und wieder raus marschieren. Mit diesen Fingernägeln kann ich putzen, tippen, bügeln, kochen und sogar Kinder zur Welt bringen. Ich kann das! Ich könnte mir auch noch die Haare schneiden lassen. Dann hätte ich eine bessere Sicht auf die Dinge. Und dass die Nägel im Moment nicht gerade hilfreich sind, bekomme ich auch so mit. Danke für den Hinweis, aber soviel kann das Gehirn gerade noch wahrnehmen. Die Nägel bleiben dran!“ Da steht er vor mir, mit eingezogenem Kopf und murmelt „Entschuldigung. Ich wollte ja nur helfen.“ Helfen! Ich gifte mich im Spiegel an und habe die Faxen dick. „Du erziehst ein Kind mit ADHS, obwohl Du genau so gestört bist. Da kommt es überhaupt nicht in Frage, dass Du Dich von einer Linse verarschen lässt!“ Auge auf, Linse raus, fertig.

Der junge Held hat es längst aufgegeben zu verstehen, was hier gerade passiert. Er erklärt mir, es sei aber eigentlich noch schwieriger, die Linsen wieder einzusetzen. Das kann ich nicht akzeptieren. Es ist 11.20h und ich habe noch genau fünf Minuten. Der junge Held verlässt den Raum und ich tunke meinen Finger in Reinigungsmittel. Das rechte Auge macht zwar noch Theater, aber links ist überhaupt kein Problem. Er kommt zurück und fragt mich verwundert, wo die Linsen geblieben sein. „Da, wo sie hingehören. Die wabbeligen Dinger, für die ich mir auch in zwei oder drei Jahren einen Gebrauchtwagen kaufen könnte.“

Tja und da sind sie jetzt immer noch. Und gleich soll ich sie mir wieder rausfummeln. Auf die Show bin ich gespannt. Ach ja ... Probleme, die es bis jetzt gegeben habe, beim Einsetzen der Linsen, stelle ich locker in den Schatten. So lernte ich. So ist das halt mit sportlichen Herausforderungen. Man muss schon wissen, ob man Eddi "The Eagle" oder Sven Hannawald sein will. Rechtschreib- und Tippfehler bitte ich zu entschuldigen. Die Sache mit den Linsen.

Tach auch …
17.3.06 14:49


Krankmeldung

Hier geht nichts mehr. Siechtum allenthalben. Schicht.

Natürlich habe ich einige Tage nach Erhalt die erste Kontaktlinse verloren. Was sonst?! Schon die Frage, als ich den Optiker aufsuchte, um mein Versagen zu vermelden: "Sagen Sie einmal, haben Sie nicht erst vor ein paar Tagen die Kontaktlinsen abgeholt?" Ja. Ist ja gut!!! Dann die unvermeindliche Anschlußfrage: "Wo haben Sie sie denn verloren?" Weiß ich nicht!!! Als ich morgens aus dem Haus gingen waren sie noch drin. Als ich sie später herausnehmen wollte, blieb mir nur festzustellen, dass eine von den Dingern verlustig gegangen war. Mein Gott, kann doch mal vorkommen. Außerdem kann ich damit nicht gut lesen. Und was sagt man mir da? "Entweder gewöhnen die Augen sich dran oder sie brauchen zusätzlich eine Lesebrille. Wie schon gesagt, bei den meisten Leuten ist das ab 40 der Fall ... ." Wenn die Leute schon die Pünktchen mitsprechen. Na ja, schau'n wir mal. Eine Lesebrille kommt nicht in Frage. Das fehlte mir noch. Ich höre schon meine Mutter reden: "Moment, da muss ich erst einmal meine Brille holen." Über meine Leiche! Dann bleibe ich eben bei der vermalledeiten Brille und fertig. Lesebrille!

Jetzt werde ich mich wieder hinlegen und so langsam vor mich hinsterben. Das Kind auch. Wir können uns die Hand reichen. Das Kind teilt immer. Allerliebst. Auch jeden Erreger. Hauptsache teilen. So wie er es gelernt hat.

Während ich meinen Kaffee trinke, den man mir auch als heißes Wasser verkaufen könnte, wünsche ich allseits ...

Tach auch ...
23.3.06 19:39


Wir sind sicher!

Da musst Du Dir einen Bleistift nehmen. Mit so einem Radiergummiende. Genau so einen brauchst Du. Dann noch einen Buntstift. Aber auf die Farbe kommt es an. Dann einen, den Du Dir aussuchen kannst. Aber keinen Filzstift. Der macht Flecken, die man nicht mehr raus bekommt. Vergiss das nicht! Keinen Filzstift! Jetzt brauchst Du noch einen roten Buntstift. Der hat an beiden Enden eine Spitze. Hast Du das verstanden?

Dann nimmst Du Dir Band. Kordel. Weiß muss sie sein. Damit bindest Du die Buntstifte und den Bleistift zusammen. Wie ein Paket. Jetzt brauchst Du eine Streichholzschachtel. Mit Streichhölzern natürlich. Die muss an dem Paket befestigt werden. Das machst Du mit einem Gummi.

Fertig ist die Bombe. Eine Buntstiftbombe. Bei Oma habe ich so eine Bombe. Da müssen wir uns keine Sorgen machen.

Wenn jetzt Gefahr droht, weil ein Einbrecher kommt oder ein böser Dinosaurier in die Wohnung kommt, dann zünde ich meine Bombe und zack … nur noch Zeitungsschnipsel im Wind.

- Jo. –

Tach auch …
24.3.06 11:12


Reduktion auf das Wesentliche

Alle regen sich tierisch über den Einbürgerungstest auf. Okay, ich packe die Gelegenheit beim Schopf und versuche 20 Fragen zu beantworten. Das stellt sich als ausnehmend schwierig heraus. Zu stark frequentiert. Nach mehreren Versuchen gebe ich es auf, über die fünfte oder sechste Frage bin ich nie hinaus gekommen.

Muss das alles so kompliziert sein? Tut das wirklich Not? Nein, tut es nicht! Das geht viel einfacher.

1. Erklären Sie die Abseitsregel.
2. Erklären Sie das Überhangmandat.
3. Erklären Sie den Unterschied zwischen SPD und CDU.

Wer die diese Aufgaben lösen kann, hat in jedem Fall das kleine Hartplastikkärtchen verdient. Ich würde übrigens ad hoc an Punkt 3. scheitern.

Tach auch ...
27.3.06 00:41


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