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Dabadabaduuuuu!

Ich bin krank. Richtig beschissen, erb?rmlich krank. Am fr?hen Abend hatte ich dann auch tats?chlich die M?glichkeit, mich hinzulegen. Um runter zu kommen, habe ich einmal durch die Landschaft gezappt und bin f?r ein paar Minuten bei MTV h?ngen geblieben. Der Musiksender, der alles sendet, au?er Musik. Da gibt es offensichtlich junge Menschen, die sich f?r diverse Dinge einem Wettstreit stellen, der darin besteht, in ein 70iger Jahre Haus einzuziehen, so zu leben, sich so zu kleiden und so zu artikulieren. Handy weg, Laptop weg, PDA weg usw. Und was sagen diese jungen Menschen nach ihrem Erlebnis? Diese jungen, amerikanischen Menschen?

?Living in the Seventies is like living with the Flintstones. They didn?t even have socks in these days and that?s very bad for the feet.?

Aha. Dann h?tten wir auch noch:

?I cherish the things I have so much more now. Colour-TV, playstation, XBOX ? you know ? the little things.?

So krank, um derartige Wahrheiten zu verpassen, kann ich ?berhaupt nicht sein, solange ich nicht auf der Intensivstation oder im Koma liege. Kann mich im Moment nicht daran erinnern, was wir uns denn so um die F??e gewickelt haben. Damals.

Tach auch ?
1.2.06 04:28


Experten unter sich

Warten auf den Sohn, Ergotherapie. Sch?n im warmen Auto sitzend, leckeren hei?en Kaffee und das Fenster etwas ge?ffnet, weil ich eine Zigarette rauche. Drau?en marschieren zwei Herren gehobenen Alters durch die Gegend, die sich begr??en.

?Mensch H?rbat, wat mach?s Duu denn hiea drau?n inne K?lte?? ?Tach Georch, ich waate auf meinn Enkel. Un Du?? ?Meine Frau, die is beim Aazt.? Kleine Pause. ?Un? Wie gehdet so bei Euch?? ?Ach, na ja, et geht halt.? ?Wat willste au machen. Muss ja.? Jetzt stampfen die beiden zusammen weiter. Genau vor meinem Auto, auf und ab. ?Mensch, da iset ja doch noch richtich kalt gewordn, wa?? ?Dat kannse wohl laut sagn. Bin froh, wenn ich gleich widda zuhause bin, inne W?rme.? Auf einmal gucken beide in eine andere Richtung. Guck ich auch mal. Unser aller Blick f?llt auf einen Mann, der ganz offensichtlich nicht den Luxus eines warmen Zuhauses sein eigen nennen kann. ?Manche habn et ja schwer, n?? Ich kann mich noch an den Kriech erinnern. Mensch, wat habn wa da gefrorn!? ?Richtich! Un zu fressn hattn wa auch nix.? ?Nee, wirklich nich. Wenne zuhause waas, da konnse sehn, wie de die Famieliee durchkrichtes un wenne anne Front waas, dann muste se kucken, wie de ?berlebt has. Waa ne Schei?zeit, der Kriech.? ?Vor allen Dingn f?a uns. Glaub? ma, der Franzose, der hat schon daf?a gesorcht, dat sein Hintan warm blieb. Dat glaub ma.? ?Der Franzose? Der Franzose hat ers ma Deckung gesucht, wenn et zur Sache ging. Da waa der Franzose ganz flott auf eimma. So schnell konnse gaanich kucken, wie der gerannt is.? ?Dat stimmt. Un nam Kriech, da kamma ganz flott zur?ck gerannt. Damita auch ja genuch abkricht, der tapfere Franzose.? ?Ja, aba at willse?! Waa der Italiener besser? Da wusste se doch morgen nich, ob der sich noch daran erinnert, watta heute gesacht hat! Beim Italiener, da weisse nich, wen de da vor dir has. Geh? miea wek mit den Italiener. So wat Verlogenes. Dann lieber den Franzosen. Dat der wegl?uft, da kannse Dich drauf verlassen!? Gel?chter auf beiden Seiten. ?Un weisse noch? Der Ivan?? Ja! Jetzt kommt bestimmt die Stelle, an der der Ivan sein Fleisch unter?m Sattel weich geritten hat. ?Dat waa ein Schmierlapp, der Ivan. Soo wat Brutales! Nee, wat waa der brutal!? ?Dat waa doch noch en Wilda. Der hat doch sein Fleisch unta den Sattel gelecht, damit dat weich wird. Gekocht hat der doch nix.? Na bitte, auch etwas, auf das mach sich verlassen kann! ?Dat waa der Mongole, H?rbat. Der Wei?russe hat dat nich gemacht. Nua der Mongole.? ?Ja un? Geh??rte der etwa nich zum Ivan?? ?Ja sicha geh??rte der dazu. Da gabet aba Untaschiede, wollte ich sagn.? ?Ja gut, dat stimmt schon. Der Wei?russe waa daa schon netta.? ?Der beste waa aba der Ammi. Onkel S?m waa nich wie die andern. Ohne den w?rn wa nich meea auf die Beine gekommn, dat sach ich dier.? ?Der Ammi, der hat schonn viel f?r uns getan, dat stimmt. Damals hatta ja auch noch wat getaucht. Den Beklopptn heute, den kannse doch wohl vergessn oder wat?!? ?Dat is wohl waa!?

Es folgt ein gedankenverlorener Blick in die Ferne. Reminiszenz an alte Tage. ?Aba wenn de ma eeehrlich bis, viel bessa warn wiea auch nich.? ?Wat denn, wiea? Bis Duu vielleicht vor den Feind weg gelaufen? Oda has Du alles geklaut, wat nich niet und naglfest waa?? ?Nee, hab ich nich! Aba den Kriech haben diiiee ja auch nich angefangen. Dat waa der Adolf un wiea sind maaschiert. Nee, geklaut hab ich nix, aber bl??d waa ich. W?rds Du noch ma f?r sonne Schei?e in den Kriech ziehn heute? F?a nix?? ?Wiea wussten doch damals nich, dat et um sonne Schei?e ging.? ?H?tten wiea aba solln. Dat machse mit die jungen Leute heute nich meea. Und dat find ich gut so.? ?Die heute, die machn sich doch schonn f?r gaanix in die Hose. Dat finsde gut?? ?Ja un? Wat soll dat denn? Ich will Dier mat wat sagn, der waa kl?ger, der Franzose. Dat h?tt ich auch ma machen solln. Dann h?tte ich heute noch alle Finga. Un wat is? Weggefrohrn f?rm F?hrer. Nee, geh miea weg.? ?Ganz Unrecht hasse ja nich.? ?Un wo w?rn wiea denn heute ohne den Ivan? Ohne den Ivan g?b et dat Deutschland jetz nich. Daafse auch nich vergessn. Nee, nee, dat is alles nich meeea so wie fr?ha. Wiea habn auch nich dat getan, wat wiea gesacht haben. Lass ma, wiea m?ssen ma ganz kusch sein, wiea Deutschen.?

Es gibt eben Dinge, die sich nie ?ndern werden. Der, sein Fleisch unter dem Sattel reitende und wahrscheinlich Blut trinkende Mongole, der feige Franzose, der verschlagene Italiener und der gute, alte Onkel Sam. Aber ? hier und da scheint ja die eine oder andere Erkenntnis das Gehirn zu erreichen. Sehr beruhigend.

?Wiea waan im Sommer anne Noordsee. Ich sach Dir, die da oben sin auch nich ganz koscher. Da wirse nich mit waam.? ?Geht so. Wiea waan davor dat Jaa da. Da musse ma nach Bayan fahrn. Da is dat ganz andas. Da kannse viel Spass habn.? ?Jaa, die k?nnen saufn und feian, die Bayan, dat stimmt. Der Schwabe is da ja ganz andas. Quatscht viel, aba in wat f?r ein Tempo. Dem kannse unterweegs die Schuhsoohlen erneuan. Un Spass is auch wat anderes. Da musse ma mittn Berliner weggehn. Dat lohnt sich wenigstens.?

Genau! Aha, es handelt sich also um eine Verschiebung. Da sollten der Franzose, der Italiener, der Ivan und der Ami aber froh sein, dass Herbert und Georg reisefreudige Zeitgenossen sind!

?H?mma, dat Schlimmste is der Saual?nda. Die Gegend is ja sch?n, aba der Rest!? ?Sach ma, is der M?nte nich Saual?nda?? Saual?nda? Ich dachte, der w?r M?nsterana.? ?Ja? Weiss ich jetz nich, aba wat solls? Is doch sowieso datselbe.? ?Dem haben se ja ?bel mitgespielt, dem M?nte. Dat waa nich die feine Aat.? ?Der h?tte se ma alle antanzen lassn solln und dann h?tten die uns erkl??rn m?ssn, wie se dat denn alles besser machn als dea M?nte. Denen h?tte ich Beine gemacht.? ?Et geht doch nix, wie et soll. Un dat Volk is wie imma dea Geaaschte. Is imma datselbe.? ?Ja, aba wat willse denn machen?? ?Ich weiss dat jetz im Moment nich. Aba taugn tun die alle nix. Dat weiss ich. Wenn ich da wat zu sagn h?tte, dann s?h dat aba ganz andas aus, dat kann ich Dir versprechn. So, waa sch?n Dich getroffen zu habn, aba ich muss jetz. Sch?ne Gr??e zuhause.? ?Bei Euch auch. Tsch?? dann.?

Der Niederrheiner ist nun einmal seiner Natur nach ein offener und warmherziger Mensch, der ganz genau wei?, dass jeder Jeck halt anders ist. Damit hat er keine Probleme. Ganz im Gegenteil, er genie?t die Unterschiede. Der Niederrheiner.

Und als ein solcher ?

Tach auch ?
4.2.06 15:35


Es kann nur einen geben!

Der Muslime an und f?r sich ist also im Moment richtig angestunken, weil es diese Karikaturen gibt? Und der Muslime an und f?r sich f?hlt den unkontrollierbaren Drang, den Ungl?ubigen zu zeigen, wie sehr ihn das verletzt hat und wo, so Allah will, der Hammer h?ngt? Komisch. Dann kenne und treffe ich wohl nur sehr untypische Muslime. Jene schwarzen Schafe, die gesucht und wieder zur Herde gef?hrt werden wollen. Muss wohl so sein.

Gestern klingelte ein Nachbarskind bei meinen Eltern. Ein muslimisches Nachbarskind wohlgemerkt! Wir haben ganz vorsichtig die T?r ein bisschen ge?ffnet, nur ganz wenig nat?rlich und erst einmal Ausschau nach potentiellen Angreifern gehalten. Nichts in Sicht! Dann haben wir dem Jungen tief in die Augen gesehen, um m?gliche Anzeichen versteckter Aggression oder Tod bringenden Wahnsinns zu entdecken. Auch nichts. Aber Obacht ? das k?nnte alles nur ein Teil des fatalen Plans sein. Man muss in diesen Tagen wirklich sehr vorsichtig sein. Daraufhin folgte die zwingend notwendige Leibesvisitation, die intensive Suche nach Sprengstoffg?rteln, versteckten Giftkapseln oder Handgranaten ohne Ring. Und ? schon wieder nichts. Wir waren sehr erleichtert festzustellen, dass der potentielle, jugendliche Selbstmordattent?ter sich tats?chlich als Sohn der Nachbarn entpuppte, der meiner Mutter mit lieben Gr??en von seiner Mutter frischen Mohnkuchen vorbei brachte. Es kann sich wohl jeder vorstellen, welcher Stein uns da vom Herzen gefallen war.

Nachmittags sprach ich dann mit einer offensichtlich muslimischen Mutter, deren Sohn ebenfalls an einer ?bungsstunde ?Lerngymnastik? teilnahm. Und sogar in ?ffentlichen und deutschen R?umen. Da war ich doch sehr ?berrascht festzustellen, dass neben Koranunterricht und der damit verbundenen Indoktrination, Waffenkunde, Ferienfreizeiten in Afghanistan, f?nfmaligem Gebet am Tag und dem Anschauungsunterricht vom Vater ?Ich bin der Kopf der Familie und alle haben zu tun, was ich sage? noch Zeit blieb, um dem Kind den Zugang zum Wissen zu erleichtern. Auf eigene Kosten sogar. Wir unterhielten uns also, w?hrend die w?tende und in ihrem Ehrgef?hl verletzte junge Gl?ubige die eine oder andere SMS absetzte und ihre Frisur in Ordnung brachte. Und so sehr ich auch auf der Hut vor versteckten Angriffen war ? nichts. Auch hier. Lag das vielleicht daran, dass die Karikaturen bei uns nicht ver?ffentlicht wurden? Konnte ich mich deshalb in Sicherheit wiegen? In tr?gerischer Sicherheit wom?glich? Ich bekam eine Antwort von anderer, ebenfalls muslimischer Seite: ?Es ist lediglich unverzeihlich, wenn diese Karikaturen schlecht gemacht sind. Das hat der Prophet nicht verdient!? Soll mich diese Antwort beruhigen oder doch eher das Gegenteil bewirken? Ich bin mir da nicht so sicher.

Und was ist mit meiner Freundin, nennen wir sie Sarah? Die Arme ist J?din und wird immer hops genommen. Dat ?rm! Die einen unterstellen ihr j?dische Verschlagenheit und die anderen verweigern ihr den KZ-Bonus. Kann das angehen? Darf man so ein Verhalten tolerieren? Andererseits lebt diese Frau in einer Ehe mit einer anderen Frau. Um die Sache noch schlimmer zu machen ? mit einer ehemaligen katholischen, anderen Frau. Hat so ein Mensch noch ein religi?ses Ehrgef?hl? Oder ist so ein Mensch nicht vielmehr eine lebende Karikatur des Propheten? Ach Gott, jetzt bin ich ganz durcheinander gekommen. Der Prophet hei?t ja hier anders. Obwohl ja beide Seiten so ein schickes K?ppi tragen. Der Mann hat auch so eins, obwohl er gar kein Jude ist. Behauptet er zumindest. Die Optik spricht eine andere Sprache und ist eindeutig. Roma und Sinti als Vorfahren lassen sich bei diesem Exemplar genauso wenig leugnen, wie die Verbindung in den Nahen Osten. Aber ein Katholik ist er der Form nach. Und zwar einer, der ?ber Monti Python lacht. Ganz laut. Seine Demut gegen?ber dem religi?sen, unverletzlichen Regelwerk zur Sicherstellung der g?ttlichen Vollkommenheit ist ungef?hr so deutlich ausgepr?gt, wie der Arierknubbel der Cousine. Schwamm dr?ber!

Was also tun, wenn man sich in solch gef?hrlichen Kreisen bewegt? Weg mit den ungl?ubigen oder den falschen Lehren anh?ngenden Freunden, die das Bild des Herrn beschmutzen! Weg mit dem Mann, der sich vor Lachen wegwirft, wenn der arme Kerl am Kreuz h?ngend ?Bright side of life? singt. Weg mit allem und jedem, das/der meinen Blick auf das Wahre und Reine verstellt, Zweifel n?hrt oder Distanz schaffen k?nnte. Schlie?lich gibt es Menschen und Instanzen, die genau diese Definitionen f?r mich erfinden. Wenn jetzt jeder t?te und d?chte, was er wollte? Wo soll das enden? Das kann doch nur zum Kampf der Kulturen f?hren! Wohin denn sonst? Nein, es darf nur eine richtige und ?berall g?ltige Antwort geben. Daran m?ssen sich alle halten. Falls nicht ? weg damit.

Na ja, die Mutter wird es bedauern. Sie mag Mohnkuchen. Die Nachbarn werden es auch bedauern. Sie m?gen uns. Und der arme Sohn erst, wo er doch immer mit den Kindern spielt. Schade ist es schon. Egal! Wir m?ssen das verteidigen, was uns ausmacht und unserem Leben einen Sinn gibt. Wenn also der Prophet in seiner Vollkommenheit und Sch?nheit verh?hnt wird, ist es unsere Pflicht, die Ungl?ubigen zu jagen und zu bestrafen. Auch die Verr?ter im eigenen Lager. Es ist schlie?lich der Prophet ? moment mal ? wieso Prophet? Was habe ich mit dem Propheten zu tun? Was labere ich hier eigentlich f?r eine Scheisse? Ich habe ?berhaupt keinen Propheten. Sowas ?hnliches vielleicht, aber keinen Propheten. Wir haben allerdings auch so einen Bruder. Der hat zwar ebenfalls wilde Prophezeiungen gemacht, die von der Kirche, die sich nicht muslimisch nennt, zur Doktrin erhoben wurden, aber der wird ?Jesus? genannt. Falls die, die an den Propheten glauben, also Gl?ubige sind, dann w?re ich ja ungl?ubig. Wie denn ? ich? Wieso ich? Nee, nee Freunde, so haben wir nicht gewettet. So nicht! Es kann nur einen geben! Habt Ihr geh?rt? Einen! Vor mir aus auch denselben. Soll mir recht sein. Aber eben nur einen!

Vielleicht sollten die Ereiferer sich an einem unbekannten Ort treffen und im Schwertkampf diesen einen ermitteln. Die Regeln sind einfach. Derjenige, der mit Kopf wieder nach Hause kommt, hat gewonnen. Er wird es sein, der die gesamte g?ttliche Energie in sich vereint. Und er wird ewig leben!
Vampire, Zombies und sonstige Untote sind von diesem Wettkampf allerdings ausgeschlossen. Aus Gr?nden der Fairness. Und falls uns dieser eine nicht gef?llt, warten wir einfach bis ein neuer kommt und fangen wieder von vorne an. Fortsetzung folgt ?

Tach auch ?
7.2.06 10:34


Wut

Man kann ja seine Zeit mit jeder Menge Schei?e vertr?deln. Ich tue das gerade mit der Schei?e, die sich Heilmittelverordnung nennt. Gebeutelt wie alle armen S?ue, die sich mit Verschreibungen f?r die Ergotherapie auseinandersetzen m?ssen.

Ich fasse kurz zusammen. Die ?rzte unterliegen seit Anfang des Jahres der Budgetierung.

Der Kinderarzt verweigert glattweg eine solche Verschreibung mit dem Hinweis, dass sein Budget f?r das 1. Quartal Anfang Februar schon aufgebraucht war und dass er bei ?berschreitung dieses Budgets pers?nlich von den Krankenkassen in Regress genommen wird. Es g?be zwar Leistungen, die nicht ?ber das Budget liefen. Leider h?tte die Kassen?rztliche Vereinigung (KV) vers?umt, diese Leistungen zu definieren und so liefe eben alles ?ber das Budget. Da k?nne er nichts machen. ?Suchen Sie sich einen netten Arzt, der Ihnen vielleicht noch eine Verschreibung gibt.?

Der Hausarzt verweist auf die Tatsache, dass er das kleinste Budget zur Verf?gung h?tte, was stimmt. Die Sache mit den Verschreibungen k?nnte eng werden (?bersetzung: Nehmen Sie die noch mit, das war?s). Ja, nat?rlich sei die Ergotherapie im Fall des Sohnes absolut notwendig, aber so sei es nun einmal. ?Wenden Sie sich an die zust?ndigen Stellen und machen Sie Druck.? Prima, danke!

Die Krankenkasse sagt, dass sie der KV das Geld ?berwiesen habe. Damit sei die Sache f?r sie im Prinzip erledigt. Der ?rger, den es g?be, betr?fe lediglich die Kassen?rzte und deren Vertretung, die KV. Sie wende sich jetzt mit den entsprechenden Namen der ?rzte an die KV, aber mehr k?nne sie im Moment nicht tun. Nein, nat?rlich k?nne es nicht sein, dass der Sohn die notwendigen Therapien nicht mehr bek?me. Nein. Schlie?lich sei das nicht das Problem der Versicherten. Und ?berhaupt h?tten alle Beteiligten von der Regelung gewusst und dem zugestimmt. Wenn dem Arzt das nicht passe, solle er doch seine Kassenzulassung zur?ckgeben. Mal ganz vom ?rztlichen Eid abgesehen. Ob sie mir eine Kosten?bernahme f?r die Behandlung g?ben? Um Gottes Willen, nein, so ginge das nicht. Das sei nicht ihr Problem. Wo ich meine Verschreibung her bek?me? Nun, das habe die KV mit den ?rzten vor Ort zu kl?ren. Ob sie auf ihren Regressanspruch gegen den Arzt verzichten k?nne? Aber, aber ? nein ? sie habe ?berwiesen. Nicht ihr Problem. Aber nat?rlich auch nicht meins. KV. Ansonsten: ?Wenden Sie sich an den Arzt und machen Sie Druck.?

Die KV sagt, dass sie den ?rzten das notwendige Geld ?berwiesen habe. Es sei nicht richtig, dass das Geld in irgendwelchen Kan?len verschwunden sei. Der Arzt m?sse die Verschreibung vornehmen. Es sei allerdings zu pr?fen, ob das alles so sein m?sse. Hat das Kind ?berhaupt ADHS? Gibt es eine schriftliche Diagnose? K?nnte sein, dass ein Gutachten gebraucht wird. Im Moment k?nne man allerdings nichts tun. Es g?be zu viele Anfragen. Man habe die ?rzte allerdings nochmals informiert. ?Wenden Sie sich an den Arzt und die Krankenkasse und machen Sie Druck. Das ist Ihr gutes Recht.?

Ich fasse noch einmal zusammen. Die ?rzte schei?en auf ihren Eid, wenn es ans Geld geht. Es scheint ihnen nicht im Traum einzufallen, dass sie ebenfalls daf?r Sorge zu tragen haben, die Bedingungen so gestalten, dass eine angemessene Versorgung m?glich ist. KV und ?rzte treten sich gegenseitig in den Arsch. Vereint sind sie nur da, wo sie dem Patienten in den Arsch treten. Die Kassen spielen mit anderen Lobbyisten in Berlin ihre Macht aus und lassen die anderen die Drecksarbeit machen. Der Staat tut, was er immer tut, seine Pfr?nde sichern (wie alle) und sich so lange die Eier schaukeln, bis keiner mehr sieht, wie er in betr?gerischer Absicht die Gelder veruntreut, die er als Treuh?nder verwalten sollte.

Und ich? Ich werde demn?chst zum Metzger gehen, um mir ein Pfund Mett zu holen und mir folgende Antwort abholen: Tja, gute Frau, wenn Sie gutes Mett haben wollen, dann m?ssen Sie halt daf?r sorgen, dass der Bauer mir einen guten Preis macht. Das Geld, das mir f?r die ersten drei Monate zum Einkauf zur Verf?gung stand, habe ich leider schon aufgebraucht. Also gibt es nichts mehr. Der Bauer wird mir sagen: Tja, gute Frau, dann m?ssen sie halt daf?r sorgen, dass sich die Bedingungen f?r mich verbessern. Die Subventionen aus Br?ssel sind gek?rzt worden. Da musste ich die Preise erh?hen. Schlie?lich muss ich sehen, wo ich bleibe. Ich habe Anspruch auf Subventionen, also besorgen Sie welche. Gehen Sie nach Br?ssel und stehlen Sie mir nicht meine Zeit. Br?ssel wird mir sagen: Tja, gute Frau, ist ja sch?n, dass sie die ganze Zeit gezahlt haben, aber leider ist das Geld weg. Wo es genau gelandet ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Macht aber nichts, weil Sie das sowieso nichts angeht. Sie m?ssten selbst Getreide anbauen, Vieh z?chten und Mett machen. Daf?r werden wir Ihnen aber keine Genehmigung geben, weil Sie weder Bauer noch Metzger sind. Sie sind nur eine Mutter, die ihre Familie ern?hren will. Ich bitte Sie!

Und jetzt? Na ja, ich k?nnte feststellen, dass wir in einer Bananenrepublik leben. Ist aber nicht wirklich neu, die Erkenntnis. Oder? Ich k?nnte auch feststellen, dass auf den Sohn bezogen der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung gegeben ist. Und genau das werde ich wohl auch tun m?ssen. Faktisch und gerichtlich, wie es aussieht. Und wen soll ich verklagen? Die ?rzte, die Krankenkasse, die KV, den ganzen beschissenen Staat? Und wann bekomme ich eine Entscheidung? Wenn der Sohn sein 10j?hriges Berufsjubil?um feiert? Und was mache ich bis dahin? Und wovon finanziere ich das?

Ja, man kann seine Zeit mit jeder Menge Schei?e verpl?mpern. Schlie?lich hat man ja soviel davon.

Tach auch ?
22.2.06 14:00


Helau und Alaaf

Liebe Freunde,

wie jedes Jahr, da steh’n wa hier
und saufen fröhlich unser Bier.
Doch dat Bezahlen wird zur Qual,
alles noch schlimmer nach der Wahl.
Dat Angela kam uns als Domina
un dann war Schluss mit Rumtata!

Die SPD, sich grämt und dumm schaut,
warum denn keiner die Chefin verhaut.
Doch die lächelt weiter, so freundlich und weise,
erstickt unser’n Münte, ganz giftig und leise.
Ach Münte … sie is halt die Domina
un für Dich is getz Schluss mit Rumtata.

Als Arbeitsminister, da bisse schon tot,
da nimmt Dich keiner mehr mit in dat Boot.
Dat einzige, wat wirklich noch schlimmer is,
dat sin die Finanzen, da bisse nur Schiss.
Doch sie ficht nix an, die Domina,
die zeicht Euch wohin mit dem Rumtata.

Dem Ami zu dienen, dat macht sich nich gut
un wenne dat tus, sei bloß auf der Hut.
Denn wenn se Dich kriegen, verlass Dich drauf,
se finden den Baum un hängen Dich auf.
Doch da is sie still, unsere Domina,
dat kann sie nich leiden, dat Rumtata.

Nee Steinmeier, für Dich is kein Arsch zu klein,
denn wenn de wat drücks, dann passte auch rein.
Noch Joschka dabei, kein Platz is da mehr,
denn irgendwo sitzt hier ein Köttel quer.
Doch Angela schweigt, dat Domina,
dat kann sie nich brauchen, dat Rumtata.

Un dann der Prophet, wat hat er gelitten,
Sein Blick ward gelenkt, direkt auf die Titten.
„Beleidigung“ schrein se, wat is dat für’n Brauch?
Wenn se uns verarschen, dann lachen se auch.
Ich komm se bald allen, auch als Domina,
ich kriech so nen Hals, bei dem Rumtata.

Klar is dat eine, ob Mann, ob Frau,
se steht schon bereit, die nächste Sau.
Wir kreischen und treiben sie quer den Ort,
berufen uns dann auf dat freie Wort.
Un wat macht se dann, unsere Domina?
Wann steicht se ein, bei den Rumtata?

Tach auch …
28.2.06 00:53





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